Donnerstag, 15. März 2018

Zurück zu den Radieschen

Montag, 16. April 2012

Blogstop für Blogspot

Wer sich die holprige Adresse dieses Blogs sowieso nie merken konnte, den wird es freuen: Ab sofort zieht "Alligator im Glas" auf die neue forellenfriedhof-Homepage um! Die ganzen hier versammelten Artikel  bleiben bestehen, alle neuen Beiträge finden sich ab sofort unter www.forellenfriedhof.de. Von Blumen und Beileidsbekundungen bitten wir Abstand zu nehmen.

Donnerstag, 5. April 2012

"Pastor of Muppets": der forellenfriedhof-Metalabend im Geokeller!


Leute, die keinen Metal mögen, kennen ihn entweder nicht oder haben ihn grundsätzlich falsch verstanden. Zwei Livebands. Aftershow-Party mit den forellenfriedhof-DJs Don Mimik und Lazarus Kyon. Corpsepaint-Schminkecke. Samstag nächste Woche, drei Euro. Bis dahin!



Freitag, 2. März 2012

forellenfriedhof überlaut präsentiert: lolita.


lolita
sa / 10. märz / klex / 2 euro
ab 20:00: der film von stanley kubrick
ab 22:30: tanzveranstaltung mit humbert humbert & clare quilty
gothic / post-punk / darkwave / industrial / nymphchenpop

"Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele… Die Zungenspitze macht drei Sprünge den Gaumen hinab und tippt bei Drei gegen die Zähne. Lo. Li. Ta." - Humbert Humbert, vierzig, Literaturwissenschaftler, könnte mit seinem Charme das Herz jeder Frau erobern, doch die, nach der er sich verzehrt, bleibt für ihn ein Leben lang unerreichbar.
Soweit ein typischer Anfang für einen kitschigen Liebesroman, den man sich in der Bahnhofsbuchhandlung für zwei Euro kaufen kann. Jedoch: Humberts Angebetete ist erst zwölf Jahre alt.

"Lolita" sorgte nach der Veröffentlichung für einen Skandal, wurde in den Sechzigern von Stanley Kubrick kongenial verfilmt und machte - mit einigen Jahrzehnten Verzögerung - auch vor der Gothic-Szene nicht halt: Mit Umweg über Japan machte in der Szene ein Kleidungsstil die Runde, der sich durch ein niedliches, elegantes Auftreten nach viktorianischem Vorbild auszeichnet. Ihre Trägerinnen bezeichnen sich als "Gothic Lolitas".

forellenfriedhof überlaut möchte dem Lolita-Motiv einen Abend widmen. Ab um acht zeigen wir Stanley Kubricks Streifen, im Anschluss erwartet euch die forellenfriedhof-typische Melange aus Goth Rock, Postpunk, Darkwave, Industrial - und Nymphchenpop.

Mittwoch, 8. Februar 2012

forellenfriedhof überlaut: budenzauber#3

Hier erwartet euch hochwertige Musik wie frisch aus dem Synthie gepresst. Die DJs Kyon und Stoa präsentieren Gruftimusik in gewohnt abgedunkelter Athmosphäre. Tanzen bis der Hahn kräht. Poetisch ergänzt wird das Ganze durch Hörspiele in der "Dunkelkammer". Von Edgar Allan Poe bis hin zu modernem Mindfuck begleitet, könnt ihr hier bei einem Gläschen Wein vom vielen Tanzen entspannen.


Im Tanzsaal:
Gothic · Postpunk · Coldwave · Angstpop · Industrial · EBM
mit DJ Lazarus Kyon & Vincent Stoa

In der "Dunkelkammer":
Klangcollagen · Hörspiele
Eintritt: 2 Euro

Wann und wo?
Samstag, 11. Februar 2012
ab 22 Uhr
im "klex" · Lange Straße 14

Dienstag, 29. November 2011

Krumme Wege, versiffte Nächte: Teil 2

ACHTUNG - KURZFRISTIGE ÄNDERUNG!
Wegen organisatorischer Probleme gibt es eine Doppelbelegung des klex an diesem Abend. Wir finden das genau so ärgerlich wie wir, müssen den Abend aber ein wenig abändern. Bis 24 Uhr wird im Tanzraum eine Parallelveranstaltung mit zwei Bands aus dem Bereich Rock/Blues/Pop auftreten.
Von 22 bis 24 Uhr bieten wir euch in der "Dunkelkammer" wie angekündigt Dark Ambient und Hörspielkino an. Im Barraum gibt es zeitgleich Gothic Rock der frühen Achtziger zu hören, außerdem Met.
Ab 24 Uhr ist dann auch der Tanzraum für euch geöffnet und die Party wird wie gewohnt stattfinden - nur eben mit zwei Stunden Verspätung.

Wir sehen uns Freitagabend!


Nach der gut besuchten Erstveranstaltung im November freuen wir uns, euch auch in diesen Monat wieder zu "forellenfriedhof überlaut" einladen zu dürfen! Auch dieses Mal erwartet euch wieder hochwertige Gruftimusik, surreale Partydeko und ein ganzer Haufen seltsamer Zausel, die mit euch bis in den frühen Morgen durchtanzen. Und für den Fall, dass ihr eine Pause braucht, könnt ihr in der "Dunkelkammer" gemütlich bei einem Glas Wein auf dem Sofa lümmeln und dabei verschiedene Hörspiele und Dark Ambient anhören.
Wir sehen uns Freitagabend!


Im Tanzsaal:
Gothic · Postpunk · Coldwave · Angstpop · Industrial · EBM
mit DJ Lazarus Kyon und Vincent Stoa

In der "Dunkelkammer":
Dark Ambient · Hörspiele

Eintritt:
2 Euro

Wann und wo?
Freitag, 9. Dezember 2011
ab 22 Uhr
im "klex" · Lange Straße 14


Im Folgenden fasst Michel Houllebecq noch einmal kurz die wichtigsten Schritte zusammen, um Feiern wie diese unbeschadet zu überstehen.

DIE TRÄNENLOSE FEIER
In Wirklichkeit reicht es aus, Amüsement vorgesehen zu haben, um sicherzugehen, dass man sich langweilt. Ideal wäre es daher, völlig aufs Feiern zu verzichten. Leider ist der Lebemann eine in solchem Maße respektierte Persönlichkeit, dass dieser Verzicht eine starke Minderung des sozialen Images zur Folge hat. Die wenigen folgenden Ratschläge dürften ermöglichen, das Schlimmste zu vermeiden [...]

- Sich im Voraus klar machen, dass die Feier zwangsläufig misslingen wird. Sich die Beispiele früherer Misserfolge vor Augen halten. Es geht nicht darum, deswegen eine zynische und blasierte Haltung anzunehmen. Im Gegenteil, das bescheidene und von einem Lächeln begleitete Akzeptieren des allgemeinen Desasters ermöglicht den Erfolg, eine misslungene Feier in einen Augenblick angenehmer Banalität zu verwandeln.
- Stets vorsehen, allein und im Taxi nach Hause zu fahren.
- Vor der Feier: trinken. Alkohol in moderater Dosierung erzeugt eine sozialisierende und euphorisierende Wirkung, die nach wie vor keine wirkliche Konkurrenz hat.
- Während der Feier: trinken, aber die Dosierung verringern (der Cocktail Alkohol plus vorherrschende Erotik verleiten schnell zur Gewalttätigkeit, zum Selbstmord und zum Mord). [...] Eine gute Feier ist eine kurze Feier.
- Nach der Feier: anrufen, um sich zu bedanken. Friedlich auf die nächste Feier warten (einen monatlichen Abstand einhalten, der sich in der Ferienzeit auf eine Woche verkürzen kann).
Zum Schluss eine tröstliche Aussicht: Mit zunehmendem Alter nimmt die Verpflichtung zu feiern ab, der Hang zur Einsamkeit nimmt zu. Das wirkliche Leben gewinnt wieder die Oberhand.

(aus: Michel Houellebecq - "Die Welt als Supermarkt")

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Krumme Wege, versiffte Nächte

"Das Ziel der Feier ist es, uns vergessen zu machen, dass wir einsam, elend und dem Tode geweiht sind. Anders gesagt, es ist das Ziel der Feier, uns in Tiere zu verwandeln. Deshalb hat der Primitive ein hoch entwickeltes Gespür fürs Feiern. Eine gute Dosis halluzinogener Pflanzen, drei Tamburins, und die Sache geht in Ordnung: ein Nichts amüsiert ihn. Im Gegensatz dazu gerät der durchschnittliche Westeuropäer erst am Ende endloser Rave-Partys, aus denen er taub und mit Drogen voll gepumpt herauskommt, in eine unzulängliche Ekstase: Er hat überhaupt kein Gespür mehr fürs Feiern. [...] Er wäre gern ein Lebemann oder würde zumindest gern als ein solcher gelten. Er befindet sich in einer scheußlichen Lage"
(Michel Houellebecq: Die Welt als Supermarkt)

Am Freitag, den 4. November findet im Klex unter dem Namen "Forellenfriedhof Überlaut" die erste Gruftiparty außerhalb von Mensaclub und Kiste seit langem statt.  Lazarus Kyon und Vincent Stoa spielen Postpunk, Coldwave und Industrial aus vergessenen Tagen. Im Vorfeld wird der Spielfilm "Control" über den Joy-Division-Sänger Ian Curtis gezeigt.



... und am Tag danach legen die Forellenfriedhof-Urgesteine DJ World Music Deluxe alias Arthur Cronen und Vincent Stoa gemeinsam bei der Hai Fidelity auf. Das Kiste-Publikum erwartet ein musikalisches Repertoire von den Fehlfaben über Großstadtgeflüster bishin zur Gazprom-Firmenhymne. Bis 23 Uhr freier Eintritt!

Montag, 23. Mai 2011

Ankündigung: Insomnale 2011 – Lesung

„Jedes Mal, wenn ich in so einem Formular bei der Stelle angelangt bin, wo man schlicht und einfach über sich selbst schreiben soll, frage ich mich: Mensch, wer bin ich denn? Ich weiß es selbst nicht. Aller Wahrscheinlichkeit nach Künstler.“ Th. S.

Fans und Groupies aufgepasst! Am 24. Juni soll anlässlich der Insomnale eine multimediale Lesung stattfinden, organisiert vom Referenten für Öffentlichkeitsarbeit (FSR Germanistik). Die Planung ist bereits in vollem Gange. Die Teilnehmerliste darf zwar noch nicht veröffentlicht werden, aber es gibt gute Gründe zu hoffen, dass ein oder zwei forellenfriedhof überlaut - Mitglieder unter den Lesenden sein werden…

Zur Einstimmung auf das multimediale Konzept dieser Lesung seien hierbei drei Video-Poems vom ebenfalls teilnehmenden und uns allen als Kaninchenzüchter bekannten Ögyr jedem von mir ans Herz gelegt:







Sonntag, 15. Mai 2011

Im Eigenen Saft: Musik für einen trägen Sommer






Zeit für die erste Forellenfriedhof-Kompilation! Musik für alle, die eigentlich doch müssten, die sich ganz sicher vorgenommen haben, die nur noch darauf warten dass, die sich sofort aufraffen würden wenn. Der offizielle Soundtrack des stillen Ausharrens, Nichttuns, Vor-sich-hinvegetierens.


Samstag, 7. Mai 2011

Synapsenkitzler und Kriegsgeheul: Ein schöner Tag zum reKapitulieren

"Sometimes I think Morgenthau was right!"
- "простите, что вы сказали?"
An manchen Tagen kehrt auch ein verwöhntes Wohlstandskind wie ich in sich ein und wird ganz besinnlich. Kann ich heute meine Jugend eigentlich nur verschwenden,weil einige Amis ihre Kapitalistenärsche im Zweiten Weltkrieg riskiert haben? Und ist es dabei nicht etwas kurzsichtig, immer nur den Top Four der Alliierten zu danken und niemals Mongol_Innen, Nicaraguaner_Innen, Haitianer_Innen, Chilen_Innen, und Tannu-Tuwiner_Innen, um nur einige der 53 anderen alliierten Mächte zu nennen? Ist mein "Sex on the Beach" eigentlich nur möglich wegen "Death on the Beach" am D-Day? Kann ich diese wunderbaren Hammondorgeltöne der Doors eigentlich nur genießen wegen der Stalinorgeln der Roten Armee?



"Frazy (Capitulation Remix)"
von Victor von Hagestolz und Arthur Cronen
Original: Synapsenkitzler - "Frazy" feat. Bedingungslose Kapitulation