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| Keine Bildunterschrift ohne Doppelpunkt: Die Ostseezeitung |
Aussterbendes Printmedium parodiert Forellenfriedhof
Ozelot heißt ihr neuestes Projekt. Es ist eine "Jugendbeilage", die die dreißigjährige Rostockerin gegründet hat. Warum? Um zu provozieren. "In rückwärtsgerichteter Kausalität habe ich die bekannte Seniorenbeilage 'Die Bisamratte' parodiert, indem ich eine Jugendbeilage für die Ostseezeitung ins Leben gerufen habe", erklärt Nele Baumann schmunzelnd. Und da unser Seniorenpodcast regelmäßig über aussterbende Printmedien berichtet, dokumentiert ihre Raubtiergazette konsequenterweise Blogs - wie z.B. "Alligator im Glas". Durchlesen kann man sich den Artikel der verrückt-kreativen Journalistin, die in ihrer Freizeit gern Neurolyrik liest, hier auch online.
PS: Man könnte meinen, dass ein OZelot-Seite-eins-Artikel neues Leserpublikum anlocken würde, immerhin hat die OZ eine Reichweite von 390 000 Lesern. In der Tat waren am Tag der Veröffentlichung nur zehn Besucher mehr als sonst auf unserer Seite...
Wirtschaftsunternehmen parodiert Parteiendemokratie
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| Derartig kreative Straßennamen kennt man sonst nur von Festivalplänen (Doppelklick zur Vollansicht!) |
Imbissbuden parodieren sich gegenseitig
Schenkt man chinesischen Imbisswägelchen Glauben, ist Asien eine riesige ölgefüllte Wokpfanne, in der ein paar Asiaten blubbernd umherplanschen, den ganzen Tag Shrimps-Chips knabbern und sich gegenseitig mit "Hat Smek?" grüßen. In den letzten Jahren konnte man beobachten, wie sich die drei großen Zum-Hieressen-oder-Mitnehmen-Nationen (Italien, Türkei und Asien) gegenseitig inspirierten und essbare Crossover-Subgenres bildeten. Unerreicht ist natürlich der Pomm-Döner, der unschlagbare König des kulinarischen Kulturmashups. Doch nun dreht in den meisten Asia-Imbissen (die seltsamerweise fast alle "China Town" heißen) auch ein Dönerspieß vor sich hin, was natürlich die "gebratenen Nudeln mit Dönerfleisch" nahelegt. Die türkischen Stände ihrerseits bieten nun munter nebenher Pizza mit Döner drauf an. Lediglich die Italiener geben sich konservativ - auf die Pizza mit gebratenen Nudeln muss man wohl noch ein paar Jahre warten.
StudiVZ parodiert Weltreligionen
In der katholischen Kirche ist die freie Marktwirtschaft (vom Ablassbrief bis zum Papst-Benedikt-Bierseidel) schon seit Jahrhunderten verwurzelt und verfügt demzufolge über ein fundierteres Marketing-Knowhow als ihre protestantischen Glaubensbrüder.
Diese ziehen jedoch kräftig nach und wollen auch ihre Glaubensrichtung als topmodernes, VZ-fähiges Konsumprodukt etablieren. Und auch internetaffine hellenistische Neuheiden mischen mit im freien Wettbewerb der Glaubensrichtungen. Wie wird es wohl weitergehen? Buddha an die Börse? Der Zentralrat der Muslime in Deutschland mit einem Stand auf dem nächsten FDP-Parteitag? Die unsichtbare Hand der Marktwirtschaft sei ihnen allen gnädig.













