Montag, 11. April 2011

Postpunk: Wer ihn tadelt, liegt falsch.

"In welcher Rubrik bei Media-, Makro Markt oder Saturn würdest Du die Scheibe finden wollen?", fragte der Medienkonverter die Band vor ein paar Jahren.
Die Antwort des Sängers: "Also da gibt es ja kein Vinyl, in so Läden...aber ich habe da wirklich drüber nachgedacht und ich glaube, dass der Eindruck, den ich von unserer Musik habe, dieser ist: „Es ist zu wenig...“; also, dass da manchmal eine unheimliche Leere und Abstraktion ist in unseren Liedern. Insofern sollte man die Platte vielleicht in Nähe der Staubsauger aufstellen."

Und das trifft es ziemlich gut: Die Musik von DIN[A]TOD klingt so nüchtern, lethargisch, wie von Maschinenhand durchkonstruiert, dass sie einen unweigerlich tief berührt. Ich muss beim Hören oft an die Blicke auf den Schwarzweißfotos von Gothic-Bands aus den frühen Achtzigern denken; die Musiker rauchend, alle in verschiedene Richtungen und keinenfalls zur Kamera schauend; gelangweilte, teilnahmslose Blicke. DIN[A]TOD ist einer der ganz wenigen aktuellen Bands, die diese Ästhetik aufgreifen.
Schon allein deswegen lohnt sich diesen Samstag, 20 Uhr, ein Gang in den Studentenclub Kiste. Die im Anschluss folgende Aftershow-Party mit den verruchten Schallplattenunterhaltern Dr. Gadlman und Victor von Hagestolz sollte den in Ekstase schwelgenden Gästen dann endgültig den Rest geben. Wer das verpasst, ist selbst schuld.

::: Bandwebsite
::: Bynar über Din[A]Tod

Nachtrag
Viren: Wer sie tadelt, liegt richtig. Das Konzert fällt krankheitsbedingt aus. Stattdessen normale Gruftbeschallung. Zeiten bleiben gleich, Eintritt ist günstiger (2€) oder nicht vorhanden (bis 22 Uhr). Tut mir leid.

5 Kommentare:

  1. Klingt wie eine Band die man gehört haben muss um glücklich sterben zu können.

    und wo wir schon mal beim thema electro-punk sind möchte ich dieser gemeinde eine schöne entdeckung nicht vorenthalten:
    "the totencrackhurenimkofferraum" - trash in seiner schönsten form

    ckeck: http://www.youtube.com/watch?v=9Kn-eFNkGIc&feature=related

    Freundliche Grüße
    der Clown aus R. an der W.

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  2. Lieber Clown,

    Schön, auch mal wieder etwas von dir zu hören!
    Zum Glücklichsterben allein reichen die zwei vielleicht nicht aus, du bist natürlich nichtsdestotrotz herzlich dazu eingeladen, dem Spektakulum beizuwohnen!

    Und was die Toten Crackhuren im Kofferraum angeht: Eine wirklich großartige Gruppe, die ich vor allem durch das Lied "Ich und mein Pony" schätzen gelernt habe. Das Video dazu habe ich allerdings gerade erst vor wenigen Minuten entdeckt:
    http://www.youtube.com/watch?v=vwBlU_F8nws&feature=related

    Übrigens gab es auch mal Überlegungen, diese feine Gruppe in die Kiste einzuladen.

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  3. http://www.youtube.com/watch?v=ljudEs4VN-g

    Yehaaaw!

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  4. Göttliche Party!

    Ich hatte noch nie so großen Spaß bei den Gruftgesänge!!

    Der Gadlman/Hagestolz-Komplex sollte wieder auflegen!

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  5. Sterben wir denn jetzt glückllich oder nicht??!!!????!!!!!!!11

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Werte Senioren! In letzter Zeit berichtet man im Forellenfriedhof-Dunstkreis immer wieder von einem Trickbetrüger, der sich infamerweise über Fake-Accounts als "Victor von Hagestolz" ausgibt. Die Fälschung ist allerdings sehr leicht zu enttarnen: Im Gegensatz zum originalen Victor von Hagestolz hat seine Avatarforelle keine Schwanzflosse!
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