Samstag, 24. April 2010

Diverse Beobachtungen!

Alkohol:

Jetzt steht es endgültig fest: Alkohol ist böse. Im physiologischen, im ökonomischen und im politischen Sinne usw., sprich in jeglicher Hinsicht. Vor allem aber seine Wirkung als Koitalkatalysator ist immer wieder erschreckend. Des letzteren bin ich Zeuge einer besonders besorgniserregenden Form der Prostitution geworden: Junge Akademikerinnen verkaufen für Schnäpse Leib und Seele, indem sie vor offensichtlich affektierten Typen Pornofantasien reproduzieren. Vielleicht bin ich auch nur völlig reaktionär, aber ich hatte freie Liebe nicht so neoliberal verstanden.

Tauschbörse:

Dank "Copy-Paste" hat sich in unserer digitalisierten Gesellschaft eine Haltung herausgebildet, einen redundanten Pool an Kulturgut zu reproduzieren. Das Verhältnis von Konsument zum Produzierenden ist dabei nur in eine Richtung ausgerichtet. Die Sammlung des Konsumenten überzeugt dabei durch Größe, nicht durch Qualität. WOW 200 Gigabyte-Musik das ist stark.
Verknappung, Massenproduktion, Wettbewerb und Konsumenten, die ihre Identität mit Stars vergleichen, die als Sternchen vor allem eins können: funkeln und weit weg sein.
Wie wäre es, wenn echte Menschen anfangen würden, wieder gemeinsam Musik zu machen und untereinader zu tauschen.
"Deutschland sucht den besten Lagerfeuergitaristen" wird es nie geben, denn dann müssten Bohlen und co. zugeben, mit ihren Gesangssardinen aus der Konformistenkonserve versagt zu haben.
Musik machen, tauschen, Freunde werden. Aber nicht im facebookschen Sinne.

Portable Drummaschine:

Ich hab mir auf nen geflashten Nintendo DS die Homebrewsoftware "blibtracker" heruntergeladen. Es handelt sich dabei um eine Drummaschine, über deren Fähigkeiten ich durchaus erstaunt bin.

1 Kommentar:

  1. Herzlichen Glückwunsch zu diesem graziösen Debüteintrag, lieber Arthur!
    Ich bin äußerst beeindruckt von Ihrer Wortgewandtheit und Beobachtungsgabe.

    Was mir noch dazu eingefallen ist:
    1. Musik-auf-dem-Rechner-in-Gigabyte ist der Schwanzvergleich der Neuzeit.
    2. Wo haben Sie denn die moderne Prostitution beobachten können? Doch nicht etwa letzten Mittwoch in der Kiste? Huch!
    3. Tip fürs nächste Mal: Ein gut ausgewähltes Bild wäre das Sahnehäubchen auf Ihrem Beitrag!

    So, jetzt werde ich den Rest des Samstags mit meinem besten Freund Hobnox verbringen. Bummtschak, Bummbummtschak.

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Werte Senioren! In letzter Zeit berichtet man im Forellenfriedhof-Dunstkreis immer wieder von einem Trickbetrüger, der sich infamerweise über Fake-Accounts als "Victor von Hagestolz" ausgibt. Die Fälschung ist allerdings sehr leicht zu enttarnen: Im Gegensatz zum originalen Victor von Hagestolz hat seine Avatarforelle keine Schwanzflosse!
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