Dienstag, 17. August 2010

Diverse Beobachtungen, Teil 2

Keine Bildunterschrift ohne Doppelpunkt: Die Ostseezeitung

Aussterbendes Printmedium parodiert Forellenfriedhof

Ozelot heißt ihr neuestes Projekt. Es ist eine "Jugendbeilage", die die dreißigjährige Rostockerin gegründet hat. Warum? Um zu provozieren. "In rückwärtsgerichteter Kausalität habe ich die bekannte Seniorenbeilage 'Die Bisamratte' parodiert, indem ich eine Jugendbeilage für die Ostseezeitung ins Leben gerufen habe", erklärt Nele Baumann schmunzelnd. Und da unser Seniorenpodcast regelmäßig über aussterbende Printmedien berichtet, dokumentiert ihre Raubtiergazette konsequenterweise Blogs - wie z.B. "Alligator im Glas". Durchlesen kann man sich den Artikel der verrückt-kreativen Journalistin, die in ihrer Freizeit gern Neurolyrik liest, hier auch online.
PS: Man könnte meinen, dass ein OZelot-Seite-eins-Artikel neues Leserpublikum anlocken würde, immerhin hat die OZ eine Reichweite von 390 000 Lesern. In der Tat waren am Tag der Veröffentlichung nur zehn Besucher mehr als sonst auf unserer Seite...

Wirtschaftsunternehmen parodiert Parteiendemokratie

Derartig kreative Straßennamen kennt
man sonst nur von Festivalplänen
(Doppelklick zur Vollansicht!)
 Dass es sich bei der FDP um eine Art Meta-Konzern handelt, bei dem man gegen angemessene Bezahlung politische Dienstleistungen in Auftrag geben kann, habe ich schon immer vermutet. Nur dachte ich bisher immer, dass das Ganze im Verborgenen abläuft! In letzter Zeit stoße ich jedoch vermehrt über Dinge, die ich für Parodien halte, obwohl sie es nicht sind (eine Art umgekehrte Ironieblindheit), wie etwa dieses Glanzbeispiel für eine saubere Trennung zwischen Politik und Wirtschaft. Auch den hier abgebildeten Orientierungsplan des letzten FDP-Parteitags, auf dem jeder namhafte Konzern mit einem Stand vertreten zu sein scheint, könnte man leicht für einen Gag der "Titanic" halten.

Imbissbuden parodieren sich gegenseitig 

Schenkt man chinesischen Imbisswägelchen Glauben, ist Asien eine riesige ölgefüllte Wokpfanne, in der ein paar Asiaten blubbernd umherplanschen, den ganzen Tag Shrimps-Chips knabbern und sich gegenseitig mit "Hat Smek?" grüßen. In den letzten Jahren konnte man beobachten, wie sich die drei großen Zum-Hieressen-oder-Mitnehmen-Nationen (Italien, Türkei und Asien) gegenseitig inspirierten und essbare Crossover-Subgenres bildeten. Unerreicht ist natürlich der Pomm-Döner, der unschlagbare König des kulinarischen Kulturmashups. Doch nun dreht in den meisten Asia-Imbissen (die seltsamerweise fast alle "China Town" heißen) auch ein Dönerspieß vor sich hin, was natürlich die "gebratenen Nudeln mit Dönerfleisch" nahelegt. Die türkischen Stände ihrerseits bieten nun munter nebenher Pizza mit Döner drauf an. Lediglich die Italiener geben sich konservativ - auf die Pizza mit gebratenen Nudeln muss man wohl noch ein paar Jahre warten.

StudiVZ parodiert Weltreligionen

In der katholischen Kirche ist die freie Marktwirtschaft (vom Ablassbrief bis zum Papst-Benedikt-Bierseidel) schon seit Jahrhunderten verwurzelt und verfügt demzufolge über ein fundierteres Marketing-Knowhow als ihre protestantischen Glaubensbrüder. Diese ziehen jedoch kräftig nach und wollen auch ihre Glaubensrichtung als topmodernes, VZ-fähiges Konsumprodukt etablieren. Und auch internetaffine hellenistische Neuheiden mischen mit im freien Wettbewerb der Glaubensrichtungen. Wie wird es wohl weitergehen? Buddha an die Börse? Der Zentralrat der Muslime in Deutschland mit einem Stand auf dem nächsten FDP-Parteitag? Die unsichtbare Hand der Marktwirtschaft sei ihnen allen gnädig.

42 Kommentare:

  1. Soeben trudelte eine besonders schöne Mail eine unserer treuesten Groupies in das höfliche Forellenfriedhofpostfach ein:

    "Liebr Victor von Hagenstolz,

    ich möchte sie gern einml näher kennenlernen, weil ich glaube, dass sie unter ihrer maske ein ganz lieberwerten mensch sind udn ich könnte mir vostellen einmal einen kaffe mit ihnen trinken zu gehen. Wissen sie ich bin neu in Greifswlad und habe noch nicht so richtig nschluss bekommen an die Gothicszene hier..!! aber sie schienen lustig zu sein und die andern auch und ja lassen sie uns einfach mal ws zusammen mahcen!

    ganz viele liebe grüße von Josi"

    Ob ich wohl auf diesen Angebot eingehen sollte?

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  2. http://www.youtube.com/watch?v=JTIZHQCNhUU

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  3. Der Personenkult läuft aus dem Ruder, jetzt geben sich schon mehrere Fremde als Victor aus. Da ich aber z.B. selbst ständig behaupte, Lukas Gadlman zu sein, stört mich das nun auch nicht weiter.
    Auch war heute mal keine Josi unter den Fanbriefschreiberinnen, was natürlich nicht weiter schlimm ist: Die Arme wäre sowieso nur enttäuscht von mir gewesen, denn unter der Maske verbirgt sich ein keineswegs lustiger, sondern humorlos-verbitterter Griesgram, der weder Kaffee noch Szenen noch Hagestolz-Falschschreiber ausstehen kann. Dann doch lieber ein paar bemerkenswert köstliche Zwergholunderbeeren naschen!

    An Krassers spirituelle Wachstumszentrale: Pluspunkt für das zunehmende Erlernen von universeller Gleichgültigkeit und zunehmender Basis-Feindseligkeit gegenüber jeglichem Umweltreiz-Input! Minuspunkt dafür, jeglichen Gedanken mit Youtube-Ärztevideos untermauern zu müssen.

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  4. Ähm...also so wie jemand unter Victor sich falsch ausgegeben hat, so ist das auch unter meinem Nick passiert. Das da oben war ich jedenfalls nicht. Der Inhalt passt zwar zu mir, doch hätte ich nicht dieses Lied in dem Zusammenhang gewählt. Aber was solls.

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  5. Großartig. Der Forellenfriedhof-Rabatz entfaltet seine Wirkung! Kann ich mir sicher sein, dass ich wirklich Victor von hagestolz bin, oder ist's ein anderer vielleicht noch viel mehr als ich? Bin ich wirklich der beste Vertreter des multipersonellen Hagestolz-Ensembles?

    Hausaufgaben? Buuuuh!
    Selbstbefriedigung? Yeeeeah!
    individuelles Ich-Gefühl? Buuuh!
    postmoderner Idenditätszerfall? Yeeeeeah!

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  6. Lieber Gott. Anstatt mal das Konzept eurerseits anzuwenden und die Verwirrung zu vervollkommnen, wird hier nur beispielhaft egozentrisch der Fokus auf die jeweils eigene Person gerichtet und ein Identitätskreis um sich gezogen. Feierabendrevolutionäre! Salonprovokateure!

    Laaaaaaangweilig.

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  7. Das da über mir ist der beste Kommentar des ganzen Blogs ^^

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  8. Das Schöne am Idenditätszerfall ist doch, dass man ihn überhaupt nicht herbeiführen muss! Er stellt sich, wie man sieht, a posteriori ein. Dafür muss man nicht mal groß revoluzzen - Idenditäten verfaulen wie Äpfel auf dem Kompost. Instantpostmoderne, wenn man so will.

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  9. Und der Apfel-Beeren-Griesbrei wird noch ordentlich mit Blut,Sperma und parfümierten Fanbriefen vermengt und das Ganze in einer toten Forelle gären gelassen und schon enstehen prima Homunculi.

    Nun ja ein großartiger Versuch der eigenen Begrenztheit zu entfliehen. Ein Ikarus der nach dem erstem misslungenen Versuch nun mit Krücken fliegen will.

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  10. Klingt nach einem fantastischen Rezept fürs nächste Running Dinner... nur, lieber Wagner, welche Beeren eignen sich denn am besten zum Homunculuszüchten?

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  11. Victor van Däagen-Dazs23. August 2010 um 13:57

    Wo wir hier nun schon beim trendy tim-mälzer-thema sind, werde ich stücke meines Idenditätszerfall in der neuen eissorte "tote forelle" in der mensa verteilen lassen,
    denn steckt nicht in jedem von uns ein stück Hagestolz?

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  12. Putzig hätte ich übrigens nicht gesagt.

    Ich vermute hinter allen gefakten Beiträgen Frau von Gillot, aber ist auch egal.

    Blablabla, Beitrag gefällt, blablabla. Genug Victors zerfallenes Ego gestreichelt.

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  13. Die Erwähnung parfürmierter Briefe spricht für Lou, der Kommata-Neglect wieder dagegen. Es sei denn, sie will sich äußerst gerissen geben.

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  14. Die Begriffe "Sperma", "Homunculi" und "Ikarus" in einem sechszeilgen Kommentar unter Ignorierung gaengigr Kommmaregeln in einen so sinnfreien Zusammenhang zu stellen, bin ich noch nicht enbtselbstest genug. Dazu benoetigt es mindestens einen freien Geist wie etwa den Cronens. Ich bin zutiefst beeindruckt davon.

    Seht Euch dagegen meine stuemperhaften Schreibversuche an (ein postpostpo...modernes Gedicht):

    Laufmaschen
    (fuer Lukas)

    -hat gesagt
    Putzig,

    -hätte ich übrigens
    -nicht? gesagt.

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  15. /denn steckt nicht in jedem von uns ein stück Hagestolz?/

    Die Frage ist falsch gestellt. Sie vergisst die jedem von uns einbeschriebene, begrenzte Aufnahmefähigkeit hagestolz`scher Stücke - gewiss ist einem manchen hier schon einmal sein Geruch in der Nase haften geblieben, als es auf sogenannten Dancefloors heiß her ging; der ein oder andere musste vielleicht seinen brüllenden Atem im Ohr erdulden, wenn die äußere Lärmkulisse keine andere Kommunikationsmöglichkeiten bot; ferner werden sich einige Damen (hoffentlich) glücklich schätzen können, zeitweise von Gliedmaßen oder Schwellkörpern Victors penetriert worden zu sein.

    Doch dies alles sind (ohne jetzt die Standhaftigkeit Victors in Frage stellen zu wollen) zeitlich begrenzte Eindringungen. Dem Ganzen das zeitlose Präsens aufstülpen zu wollen, hieße den Sachverhalt in beträchtlichem Maße zu verkennen. Ich behaupte also, der Satz muss richtig lauten:

    In jedem von uns steckte schon einmal ein Stück Hagestolz.

    Mit kollegialem Gruß:
    das Triangel

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  16. der Herr Victor von Hagestolz will die totale unsterblichkeit mit hilfe von eis schaffen...
    klar könnte der herr auch auf dem normalen weg die unsterblichkeit erlangen -> weitergabe von genmaterial(als körperliche unsterblichkeit) und die erziehung von einem(oder meherer) kind(er), aber nein dieser geniale mann wählt wohl den unbekanntesten weg: wir sollen alle durch die nährstoffe seiner selbst, von unserem körper umgewandelt in körpereigene zellen, ein stück hagestolz werden. welch' kranker plan, aber sinnvoll da auch die männlichen artgenossen ihren teil zur hagestolzischen unsterblichkeit beitragen können. danke

    und nun der beweis das jegliche eintäge von Lou verfasst wurden:
    buchstabiert ist es doch El-O-U
    el - spanisch für "DERJENIGE"
    ou - französisch für "ODER"

    -> also doch sinngemäß "Der-der-alles(jeder)-sein-kann"

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  17. Wie konnte ich nur so vernebelt sein? Ich merke schon, langsam aber sicher lerne ich mir das Hirn weg. Da bedarf es garkeiner hagestolzschen Leibesübungen, Lehrbuchlesen reicht völlig aus. Bei normaler Geistesgegenwart hätte ich allerspätestens nach Emils Karikatur auf den Tonmischmeister der Idenditätsverwirbelung schließen müssen. Man erinnere sich nur an die legendäre Deutsche-Bahn-Hörspielgruppe "Unter Dampf", die mit ihren lehrreich-unterhaltsamen Livehörspielen auf vier Rädern schon so manchen Fahrgast zum Schmunzeln gebracht hat!

    Um auf Clown Bezug zu nehmen: Unsterblichkeit. Humm. Mit Herrn Gadlman hatte ich ja schonm einige Diskussionen über die Sinnhaftigkeit eines solchen Unterfangens. Quintessenz meinerseits: "Büdde", aber ich will unter keinen Umständen dabei sein! Fraglich auch die Methode: Kinder wollen mir ab drei Jahren mein hypothetisches Eheweib ausspannen und mich unter die Erde bringen, klingt nicht gerade nach einem besonnenen Schritt Richtung Unsterblichkeit. Wie sieht's mit der angesagten Bohème-Alternative zur Genweitergabe aus, der Ideenverbreitung (um jetzt nicht das böse Wort MEM zu sagen, Evolutionsmetaphernm sind schließlich out)? Große Gedanken werden von irgendwelchen Fanatikern verdreht, vergewaltigt und ins Gegenteil verkehrt, und am Ende muss man dann selbst als Buhmann herhalten (siehe Jesus, Marx, Mussolini). Denkmäler landen eh nur auf den Privatgrundstücken reaktionärer Lokalpolitiker, Samenbankeninfiltrieren im großen Stil ist mir zu Hitler, was bleibt also noch übrig? Den Mensasaal-Beamer hacken und jeden die Botschaft lesen lassen: "Kunst heißt etwas von sich geben, und deswegen habe ich in die Tomatensoße von Menü 2 gewichst!"?

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  18. Wunderbar:Experiment geglückt. Ins Hagestolz'sche Hirn Gedankenparasiten via Lehrbuchgehirnwäsche zu implantieren war ein voller Erfolg.

    Nachtrag: Das hypothetische Weibchen harmoniert wunderbar mit dem uransässigen Männchen.

    Nachtrag 2:Die beiden haben Kinder bekommen:
    Jesus,Marx und Mussolini. Das Vierte diesmal weibliche Exemplar wurde leider von einem Hörspielzug überfahren.

    Nachtrag 3: Das Männchen zeigt eine unerklärliche Abwehrreaktion gegen seine Kinder.
    Es versucht sie zu vergewaltigen indem es sie in einen Blog-Kommentar zwischen Boheme und Tomatensoße in vaginale Klammern zurückzwängt.
    Was hat das zu bedeuten? War alles ein Fehrschlag? Haben Hagestölze Mütter oder vegetieren sie durch Teilung.

    Ich werde weiter forschen.

    Außerdem:

    Ein Hoch auf Caspar David Arndt!

    "Mein Lieblingsmem ist R.E.M
    ein superheißes Phänomen."

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  19. Ich glaube, dass Menschen, die an Blumen riechen, auch genau dienigen sind, die an Supermarktkassen bei Hochbetrieb das Kleingeld haaargenau abzählen.

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  20. Olav entzog Vorsicht25. August 2010 um 18:08

    Fantastisch: Schon 22 Kommentare, und keiner davon nimmt Bezug zum Artikel. Um auf den Neuesten Bezug zu nehmen: Ich rieche zwar nicht an Blumen, bestehen an der Kasse aber darauf, dass mein Ja!-Toilettenpapier-Zwölfer-Familienpack laut Werbung zehn Cent billiger sein müsste.

    Der "Buhmann" mausert sich so langsam zum postkulturellen Mashupkünstler, der mir tatsächlich im klinisch-reizarmen Freihandambiente einen mittelgroßen Lachanfall beschert hat!

    Mit anagrammatischen Grüßen.

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  21. Mein zurecht einflossiges Delphinchen:

    Sich mit Immunität gegenüber Ironieblindheit rühmen und dann solche Behauptungen aufstellen. Mir wär's ja peinlich..

    Ganz schön... zungengesteuert derzeit, was? :P Aber in den ersten Wochen Beerenschlemmerzeit ist das ja noch zu entschuldigen.

    Gruß:
    die (zurecht im Plural stehenden) Lorbeeren.

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  22. Liebe Bedecktsamerin, würden Sie auch dann derartig bissig schreiben, wenn ich mich stattdessen auf meinen Lorbeeren ausruhen würde?
    Tatsächlich scheinen entweder Sie unter Ironieblindheitshalluzination zu leiden, oder ich unter Metaironieblindheit.

    Hmmm...laut meinem Pflanzenbestimmungsbuch (glatte Lüge zur Credibility-Erhöhung, es war Wikipedia) sind viele Lorbeeren parasitische Kletterpflanzen, schmücken sich also ihrerseits gern mit fremden Lorbeeren... Und um diesem Metaphergetöse ein Ende zu machen gehe ich jetzt lieber schlafen.

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  23. Also ich fand den Kommentar jetzt nicht so bissig.

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  24. Exzellente Ausübung des Kunstgriffes zwo. Chapeau!

    herzlichst:
    eine Masochristin in Lehre

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  25. Wikipedia?

    Ist das nicht dieses elitäre Fantasy-Browsergame über hierarchische Systeme?

    Mein Wissen über Lorbeeren ohne Webstütze beläuft sich auf die Erfahrung der gomerischen Lorbeerwälder und der darin hausenden, von der Rinde der Lorbeerbäume stets trunkenen, endemischen Ratten und die Verköstigung großmütterlicher Klopsspeisen.

    Oh Nein! Ich werde sentimental.

    Glutamat,Glutamat,Glutamat.

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  26. Um mal die postpostpostmodernen Metaemetametaebenen des Forellenfriedhöfchens weiter zu füttern, sende ich euch diesen Link: www.youtube.com/watch?v=-rIVWu9qouo. Da sind, jedenfalls am Anfang, die Forellen noch quicklebendig und hö[f/l]i[s]ch. Haben sozusagen Perücken auf und Pomade im heimatfilmischen Maskengesichtchen. Und endlich wissen wir: Der Forellenfriedhof GPSt nicht in HGW, sondern in Wahrheit im Schwarzwäldchen des Schwarz[weiß]lichttheaters.

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  27. Ein Rochen namens Rochen27. August 2010 um 05:13

    ...um hier gleich mit einem schweren Irrtum ein für alle Mal aufzuräumen: der Mensch hält sich ja selbst für die Krone der Schöpfung. Nach intensiver Anschauung mehrerer verschiedener Exemplare über Jahre verteilt und in wechselnden Zusammenhängen bin ich zu der in Kunstharz verblockt zu nennenden Auffassung gelangt, dass der Begriff „Krone“ wenn überhaupt nur dentistisch zu verstehen ist: also die mühsam die Natur kopierende Ausbesserung eines erosiven Oberflächenschadens.

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  28. Oh! Schon wieder eine Meta-statse! Ich leide wohl an einer postmodernen Belastungsstörung. Kein Wunder, nachdem ich mir alle siebzehn Forellenhof-Staffeln im praktischen Sparpaket ohne Pause reingezogen habe. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich Wikipedia selbst wegen mangelnder Relevanz löscht.

    Der Kommentar war durchaus (man spreche bei zukünftigen Lesereisen, in denen Victor-von-Hagestolz-Blogkommentare vor akademischem Publikum rezitiert werden, das 'ch' prinzipiell erhärtet, wie in 'Bach', aus) bissig - immerhin habe ich vorher das schopenhauersche Kunstgriffglücksrad kreisen lassen und wurde dazu verdammt, eine Antwort mit Kunstgriff #2 zu verfassen. Wer jetzt schnell bei Wikipedia nachblättert: Homonyme sind keine schwulen Wortverwandten ("warme Brüder")!

    Ich zerbreche mir den Kopf, wofür "GPSt" stehen könnte, vermute aber, dass die Dinger von Conveniants hergestellt werden, weil ich diese ebensowenig kenne.

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  29. Wenn man ihnen auf die Sprünge verhelfen dürfte.
    Es handelt sich bei GPSt um die Verbform eines sat-elitären Positionierungssystems. Die Positionierung beruht auf dem verzögerten Auftreffen mehrerer Signale. Sehen sie:
    Das verzögerte Auftreffen bei ihnen ist durchaus Bestandteil des Prozesses.

    Bitte zerbrechen sie nicht ihren Kopf,dies käme wohl dem Öffnen der Pandorabüchse gleich.
    Und wir lieben doch alle unseren Masken-Humpty-Dumpty.

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  30. Lieber Arthur,

    wie recht Sie doch wieder haben! Im Moment
    brodeln im Schutzmantel meiner Dura Mater* ein paar im Gifte der Lehrbuchgedankenkotze zusammengebraute Memklöße (mit Semmelröstis in der Mitte!) umher, die, würden Sie in die Weltöffentlichkeit entlassen werden, heilloses Chaos anrichten würden (vorausgesetzt, jemand knabbert auch an den Memchen und verfügt über die entsprechenden Verdauungsenzymchen).

    Geschmacksaversion durch Memvergiftung?

    Trotz allem: können sich mich wahlweise als "Vicky" oder als "Humby-Humby" diminuitisieren?


    __________
    * ['harte Mutter'] english and means "thick brainskin" in French. Not to be changed with Alma Mater, a quite popular traditional Scottish meal with mint sauce, fried chocolate bars and sheep stomach.

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  31. Um mal ein paar Kommunikationsspuren durcheinanderzuwirbeln:

    v.l.Ü.g.g. heißt: "vor lauter Übereifrigkeit ganz gerontophil"

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  32. Dabei bitte ich zu bedenken, dass es heute zu leichten Belastungen durch Beifuß-, Gräser-, und Goldrutenpollen kommen kann, sofern man der aktuellen Ausgabe des Blitz' Glauben schenken möchte.

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  33. Zufällig weiß ich, dass die (ins Gegenteil verkehrte) "Deadline" Lous sexueller Präferenz bei ca. 28 Jahren liegt.

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  34. Diese 28-Jahre-Deadline halte ich für ähnlich begriffslos wie die Einreichfrist für Doktorarbeiten beim Forellenfriedhof. Ich frage mich jetzt nur noch, ob du dich d e s w e g e n sechs Jahre älter gemacht hast, oder (was mir persönlich plausibler vorkommt) die Kausalkette vice versa ablief... Beide Varianten führen jedenfalls zu amüsanten Schlussfolgerungen!

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  35. Ich glaube, es war auch eher von gefühlten 28 Jahren die Rede. Da Hagestolz empfundene 50 ist, braucht er sich also nicht zu grämen und die Welt ist wieder in Ordnung.

    mit kollegialem Gruß:
    das Triangel.

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  36. Über den dramatisch schwachen Zusammenhang zwischen geistiger Reife und Personalausweis-Alter haben wir ja nun lang genug debattiert,Herr von Hagestolz. Andererseits: Gewisse körperliche Parameter muss ein Mann schon erfüllen,um in meinen persönlichen Recall of Love aufzusteigen. Aber wenn sich die Gelegenheit bietet ein paar schmackhafte ,sexuell konnotierte Demütigungen einzuheimsen betone ich auch gern mal das Plusminus vor der selbstgesetzten Deadline die man vielleicht korrekter "Lifeline" nennen sollte. Bei Ihrer eigenen Chronophilie geht es Ihnen ja sicher nicht anders, Victorrr.

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  37. die themen, die in diesem Block bearbeitet werden th/(d)rö(h)nen sich mit einer großen masse an schwachsinn zum selbstgefälligen narzistischen spectakel zu einer kleinen aufgeblähten sich selbst unsicheren verstimmten und unsicheren gesellschaft, die ihren halt nur dann findet, wenn man ihre schwachen kommentare beglückwünscht....schrieb cloudet

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  38. Da jeder der hier vertretenen Blogger/innen, mehr oder weniger offensichtlich, Weltgeschichte schreiben will gibt es von mir ein kleines Geschenk. (und nein, es wird euch nun nicht die ganze arbeit, die so eine revolution, weltherrschaft oder was auch immer mit sich bringt, abnehmen, sich aber denn noch als hilfreich erweisen)

    abschielend wünsche ich ihnen nun
    viel spaß zeitreisen


    DIE...


    Anleitung zum Zeitreisen:

    1. Die Zukunft wartet auf dich

    1.1 Vorwort
    Wer kennt das nicht?
    Da ist man mit der vorbereitung eines neuen projekts doch mal schneller fertig geworden als gedacht und hat nun uferlos zeit. Also was nun tut? Däumchendrehen? Mal wieder an die decke starren?
    ...
    Nein, das muss doch nun wirklich nicht sein, oder?

    1.2 Zeitspanne
    Da es die unterschiedlichsten arten der zeitreise gibt, es wird unterschieden nach zeitspanne und "reisemittel", muss der zeitreisende natürlich erst einmal die gewünschte zielzeit fest legen.
    Nun kann und muss die zeitspanne mit hilfe dieser einfachen rechung:

    A-B:piexDaum=t

    A = Zeitpunkt des Reiseanfangs
    B = Zeitpunkt des Reiseziel
    t = die Zeitspanne

    ermittelt werden.

    1.3 Reisemittel
    Für die Zeitreise gibt es fast unendlich viele Reisemittel, aus diesem grund möchte ich hier nur ein paar vorstellen:

    1.3.1 Reisemittel für Zeitspannen < 60s
    - Augen schließen
    - sich-voll-ins-gesicht-boxen-lassen
    - Tagträumen
    - ...

    1.3.2 Reisemittel für Zeitspannen <= 1h
    - Tagträumen
    - ein Nickerchen
    - Essenkochen
    - das bisschen müll das dem zimmer / der wohnung räumen
    - auf youtube-mist reinziehen
    - ...

    1.3.3 Reisemittel für Zeitspannen > 1h
    - richtig Schlafen
    - richtig aufräumen
    - ...

    1.3.4 Reisemittel für unkontrolliertes Reisen
    - Sex
    - Drogen aller Art
    - Musik
    - Bilder
    - ein wilde Kombinationen der vorherigen 4
    Reisemitteln
    - ein Koma
    - ...

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  39. Leisten die werten Autoren womöglich den Forellen auf dem Friedhof freiwillig Gesellschaft?

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Werte Senioren! In letzter Zeit berichtet man im Forellenfriedhof-Dunstkreis immer wieder von einem Trickbetrüger, der sich infamerweise über Fake-Accounts als "Victor von Hagestolz" ausgibt. Die Fälschung ist allerdings sehr leicht zu enttarnen: Im Gegensatz zum originalen Victor von Hagestolz hat seine Avatarforelle keine Schwanzflosse!
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